Kürbis Gnocchi

Kürbis Gnocchi von vivikocht

Kürbis-Gnocchi sind etwas ganz Besonderes – als Hauptgericht oder als feine Beilage zu Fleischgerichten mit Sauce oder zu Gemüse.

Kürbis Gnocchi habe ich zum ersten Mal im Tessin gemacht. Felix fand sie sehr gut und würde sie am liebsten öfter essen. Das Problem ist nur: Wir essen so vieles so gerne, dass sich die Gnocchi ihren Platz auf dem Teller jeden Herbst neu erkämpfen müssen.

Der Kniff liegt im Ofen. Gebackener Kürbis verliert Wasser, statt beim Kochen welches aufzunehmen. So kommt der Teig mit wenig Mehl aus, und die Gnocchi bleiben weich statt zäh. Die mehligen Kartoffeln geben Halt, der Kürbis bringt Farbe und eine leise Süsse, die mit Butter und Parmesan am besten zur Geltung kommt. Ja, Kneten und Formen dauern gut eine halbe Stunde. Dafür ist es ruhige Handarbeit, den Rest erledigt der Ofen.

Hauptgericht oder Beilage? Beides. Mit Butter und Parmesan als eigenes Essen oder neben Fleischgerichten mit Sauce und zu Gemüse.

Warum du dieses Gericht lieben wirst

  • Wenige Zutaten: Kartoffeln, Hokkaido und Mehl für den Teig, Butter und Parmesan zum Servieren.
  • Weich und zart statt zäh, weil der Kürbis im Ofen backt und der Teig dadurch mit wenig Mehl auskommt.
  • Hokkaido darf in Stücken mit Schale in den Ofen, das mühsame Schälen des rohen Kürbisses entfällt.
  • Gelingsicher dank Garprobe: Ein einzelner Gnocchi zeigt, ob der Teig hält, bevor alle ins Wasser kommen.
  • Vielseitig: als Hauptgericht, als Beilage zu Fleisch mit Sauce oder zu Gemüse.

Welche Kartoffeln für Kürbis Gnocchi?

Für Kürbis Gnocchi unbedingt mehligkochende Kartoffeln nehmen. Sie enthalten mehr Stärke und weniger Wasser als festkochende Sorten, die Stärke bindet den Teig, und es braucht nur wenig Mehl. Festkochende Kartoffeln verlangen deutlich mehr Mehl, und die Gnocchi werden fest und gummiartig. Beim Kürbis eignen sich Hokkaido oder Knirps, weil ihr Fruchtfleisch eher trocken und kompakt ist. Die genauen Mengen stehen in der Rezeptkarte am Ende des Artikels.

So gelingen Kürbis Gnocchi – Schritt für Schritt

Der Ablauf lohnt sich in dieser Reihenfolge: zuerst den Kürbis in den Ofen schieben und in der Zwischenzeit die Kartoffeln kochen. Danach geht es an den Teig.

Den Kürbis backen

Im Ganzen: Einen kleinen Hokkaido bei 200°C Umluftetwa 1 Stunde backen, bis er weich ist. Abkühlen lassen, halbieren, Kerne und Schale entfernen. Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken oder pürieren

Gebackener Kürbis auf einem Holzbrett
Hokkaido-Kürbis auf einem Brett aufgerissen

Der Kürbis ist fertig, wenn ein Messer ohne Widerstand hineingleitet. Hat er an den Rändern leicht Farbe genommen, umso besser: Das bringt Röstaromen in den Teig.

Die Kartoffeln pressen

Die Kartoffeln in der Schale kochen, etwas abkühlen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken.

Den Teig kneten

Kartoffel- und Kürbismasse mit 80 g Mehl verkneten. Wenn der Teig sehr klebt, nach und nach etwas mehr Mehl einarbeiten. Den Teig anschliessend 10 Minuten ohne Tuch ruhen lassen, damit er etwas antrocknet. So lässt er sich besser verarbeiten.

Der Teig ist richtig, wenn er nicht mehr an den Fingern klebt, aber noch weich nachgibt. Wird er fest und elastisch, wurde zu lange geknetet, und die Gnocchi werden zäh.

Die Garprobe

Einen grossen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Einen einzelnen Gnocchi ins Wasser geben. Zerfällt er, das Bio-Ei unter die Teigmasse kneten.

Die Gnocchi formen

Die Arbeitsfläche mit dem restlichen Mehl bestäuben. Den Teig zu Rollen formen und in etwa 2 cm lange Stücke schneiden.

Die Gnocchi kochen

Die Gnocchi portionsweise ins siedende Wasser geben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, herausnehmen.

Nicht zu viele Gnocchi auf einmal ins Wasser geben. Kühlt das Wasser zu stark ab, bleiben sie am Topfboden kleben.

In Butter schwenken und servieren

Die Gnocchi in einer Pfanne mit zerlassener Butter oder Olivenöl schwenken, nach Belieben mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Tipps & Varianten

Klassisch passt Salbei: ein paar Blätter in der Butter aufschäumen lassen, bis sie knusprig sind. Bleibt die Butter etwas länger in der Pfanne, bis sie nussig braun wird, bekommt das Gericht mehr Tiefe, die gut zur Süsse des Kürbisses passt. Statt Hokkaido funktioniert auch Butternut. Er ist allerdings wasserhaltiger, deshalb unbedingt backen und eventuell etwas mehr Mehl einplanen. Ohne Ei und mit Olivenöl statt Butter sind die Gnocchi vegan, den Parmesan dann weglassen oder durch geröstete Kürbiskerne ersetzen.

FAQ für Kürbis Gnocchi

Warum zerfallen Kürbis Gnocchi beim Kochen?

Meist ist der Teig zu feucht, zum Beispiel weil der Kürbis gekocht statt gebacken wurde oder festkochende Kartoffeln im Spiel sind. Deshalb vorher die Garprobe mit einem einzelnen Gnocchi machen. Zerfällt er, ein Bio-Ei unter den Teig kneten, das bindet.

Welcher Kürbis eignet sich für Gnocchi?

Am besten Hokkaido oder Knirps. Beide haben festes, eher trockenes Fruchtfleisch, und beim Backen in Stücken kann die Schale dranbleiben.

Kann man Kürbis Gnocchi ohne Ei machen?

Ja. Das Ei ist nur nötig, wenn die Garprobe zeigt, dass der Teig im Wasser nicht hält.

Wie lange halten sich Kürbis Gnocchi?

Gekocht und luftdicht verpackt halten sie sich im Kühlschrank etwa 2 Tage. Roh auf einem bemehlten Blech vorgefroren und dann in einen Gefrierbeutel umgefüllt, sind sie bis zu 3 Monate haltbar. Gefroren direkt ins siedende Wasser geben.

Was passt zu Kürbis Gnocchi?

Am einfachsten Butter, Parmesan und ein paar Salbeiblätter. Als Beilage passen sie zu Fleischgerichten mit Sauce oder zu Gemüse.

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Vivi kocht ist Foodbloggerin aus Zürich

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Rezeptkarte

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Kürbis Gnocchi von vivikocht

Kürbis-Gnocchi

Vivi
Kürbis-Gnocchi sind etwas ganz Besonderes – als Hauptgericht oder als feine Beilage zu Fleischgerichten mit Sauce oder zu Gemüse.
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Vorbereitung 1 Stunde 40 Minuten
Zubereitung 25 Minuten
Ruhezeit10 Minuten
Gesamtzeit2 Stunden 15 Minuten
Gericht Hauptgerichte
Küche Italienische Küche
Portionen 4 Personen
Calories 298 kcal

Kochutensilien

Zutaten
  

Für den Teig:

  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • 200 g Kürbis z. B. Hokkaido
  • 80 g Weizenmehl mit hohem Proteingehalt z. B. Tipo 00 oder Manitoba
  • 1 Bio-Ei optional, falls die Gnocchi beim Kochen zerfallen

Für die Arbeitsfläche:

  • 20 g Weizenmehl

Zum Kochen:

  • Salz für das Kochwasser

Zum Servieren:

  • 30 g Butter oder Olivenöl
  • 30 g Parmesan frisch gerieben oder Pecorino

Anleitungen
  

  • Kürbis im Ganzen: Einen kleinen Hokkaido bei 200 °C Umluft etwa 1 Stunde backen, bis er weich ist. Abkühlen lassen, halbieren, Kerne und Schale entfernen. Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken oder pürieren
  • Die Kartoffeln in der Schale kochen, etwas abkühlen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
  • Kartoffel- und Kürbismasse mit 80 g Mehl verkneten. Wenn der Teig sehr klebt, nach und nach etwas mehr Mehl einarbeiten. 10 Minuten ohne Tuch ruhen lassen, damit er etwas antrocknet.
  • Die Arbeitsfläche mit dem restlichen Mehl bestäuben. Den Teig zu Rollen formen und in etwa 2 cm lange Stücke schneiden.
  • Garprobe: Einen Gnocchi ins Wasser geben. Zerfällt er, das Bio-Ei unter die Teigmasse kneten.
  • Einen grossen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen.
  • Die Gnocchi portionsweise ins siedende Wasser geben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, herausnehmen.
  • In einer Pfanne mit zerlassener Butter oder Olivenöl schwenken, nach Belieben mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Notizen

  • Die Kochzeit bezieht sich auf den Kürbis in Stücken. Im Ganzen gebacken braucht er 1 Stunde.
  • Gekochte Gnocchi halten sich luftdicht verpackt im Kühlschrank etwa 2 Tage. Roh vorgefroren bis zu 3 Monate haltbar, gefroren direkt ins Wasser geben.

Nährwerte

Calories: 298kcalCarbohydrates: 44gProtein: 10gFat: 10gSaturated Fat: 6gPolyunsaturated Fat: 1gMonounsaturated Fat: 3gTrans Fat: 0.3gCholesterol: 62mgSodium: 192mgPotassium: 760mgFiber: 4gSugar: 3gVitamin A: 4565IUVitamin C: 29mgCalcium: 127mgIron: 3mg

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