Warum nur wird meine Rhabarbermarmelade nicht fest? Sie hat mir so oft den Nerv geraubt. Dieses Rezept ist ein Gamechanger. Süss-säuerlich und perfekt streichfähig. Ob auf einem Butterzopf oder im Müsli: Diese Rhabarbermarmelade überzeugt auf ganzer Linie durch ihr feines Aroma und eine feste Konsistenz. Der entscheidende Trick, der dafür sorgt, dass sie garantiert fest wird – ganz ohne Gelierfrust – ist Pektin. Und wie das genau gemacht wird, habe ich ausführlich in meinem Lieblingsrhabarberrezept beschrieben. Jetzt kann das Frühstück kommen.

Zutaten für Rhabarbermarmelade mit Vanille
Bevor du startest, findest du hier die Zutaten, die du für dieses Rezept benötigst. Die genauen Mengenangaben sind in der Rezeptkarte am Ende des Artikels aufgeführt!
- Rhabarber – frisch, geschält und klein geschnitten
- Gelierzucker 2:1 – sorgt für die Gelierkraft bei weniger Süsse
- Zitronensaft – aktiviert das Pektin und bringt Frische
- Vanille – als Extrakt, Vanillemark oder Vanillezucker
- Zitronensäure – optional, die Rückversicherung, falls die Gelierprobe nicht hält
Rhabarbermarmelade selber machen – Schritt für Schritt
Rhabarber bringt von Natur aus wenig Pektin mit, deshalb steht und fällt das Ergebnis mit zwei Dingen: genug Säure und wirklich sprudelnd kochen. Das nötige Pektin liefert der Gelierzucker 2:1, den Rest macht die Zitrone.
Vorbereitung
Den Rhabarber waschen, bei Bedarf schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Gläser gründlich reinigen und im Backofen sterilisieren – die genaue Anleitung dazu steht in den Notizen der Rezeptkarte.


Erste Kochphase
Den Rhabarber mit der Hälfte des Gelierzuckers, dem Zitronensaft und der Vanille in einen grossen Topf geben. Alles unter Rühren langsam erhitzen und etwa 10–15 Minuten leicht einkochen lassen, bis der Rhabarber zerfällt.

Zweite Zuckerzugabe
Den restlichen Gelierzucker einrühren und die Masse nochmals vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Sprudelnd heisst wirklich sprudelnd – bei zu niedriger Hitze wird der Gelierzucker nicht aktiviert. Dabei regelmässig umrühren.

Gelierprobe
Etwas Marmelade auf einen kalten Teller geben. Bleibt sie nach 1–2 Minuten flüssig, ein bis zwei Teelöffel Zitronensäure einrühren und nochmals kurz aufkochen.
Tipp: Den Teller vorher ins Gefrierfach legen. Auf einem wirklich kalten Teller sieht man sofort, ob die Marmelade steht.
Abfüllen
Die heisse Marmelade sofort in die vorbereiteten, sterilen Gläser füllen, gut verschliessen und einige Minuten auf den Kopf stellen.
Tipps und Varianten
- Aromatische Ergänzungen: Ein kleines Stück frischer Ingwer oder etwas Orangenschale geben der Marmelade eine interessante Note.
- Fruchtkombinationen: Rhabarber lässt sich sehr gut mit Erdbeeren oder Himbeeren kombinieren. Ein Verhältnis von 1:1 ist bewährt.
- Serviervorschlag: Schmeckt hervorragend auf frischem Brot, zu Quark oder als fruchtiger Klecks im Naturjoghurt.
- Haltbarkeit: Kühl, dunkel und trocken gelagert ist die Marmelade mehrere Monate haltbar. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gestellte Fragen zur Rhabarbermarmelade
Rhabarber enthält von Natur aus wenig Pektin, das fürs Gelieren wichtig ist. Mit Gelierzucker 2:1, zusätzlichem Zitronensaft und gegebenenfalls etwas Zitronensäure lässt sich das gut ausgleichen. Achte auf ausreichend Kochzeit und eine sprudelnd kochende Masse.
Theoretisch ja, aber dann brauchst du zusätzlich Pektin oder Apfelpektin-Pulver. Gelierzucker ist die einfachste und sicherste Lösung.
Gut verschlossen, kühl und dunkel gelagert hält sie in der Regel 6 bis 12 Monate. Nach dem Öffnen sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.
Das kurze Umdrehen hilft, den Deckelrand durch die heisse Marmelade mit zu sterilisieren. Es kann ausserdem helfen, ein Vakuum im Glas zu erzeugen.
Ja, besonders beliebt ist die Kombination mit Erdbeeren oder Himbeeren. Diese Früchte bringen zusätzliches Aroma und natürliche Süsse.
Nur wenn sie besonders dick, faserig oder grün sind. Rote, junge Stangen können meist ungeschält verwendet werden – das sorgt sogar für eine schönere Farbe.
Weitere köstliche Rezepte
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Rezeptkarte
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Rhabarbermarmelade – Grundrezept mit Gelinggarantie
Zutaten
- 1 kg Rhabarber geschält und klein geschnitten
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 1 Zitrone Saft davon
- 1 TL Vanilleextrakt oder Mark einer Vanilleschote
- 1–2 TL Optional: Zitronensäure für bessere Gelierkraft
Anleitungen
- Vorbereitung: Rhabarber waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden.
- Erste Kochphase: Die Hälfte des Gelierzuckers (250 g) mit dem Zitronensaft und dem Vanilleextrakt zum Rhabarber geben. Alles zusammen langsam aufkochen und ca. 10–15 Minuten leicht einkochen lassen.
- Zweite Zuckerzugabe: Den restlichen Gelierzucker (250 g) hinzufügen und alles nochmals 4 Minuten sprudelnd kochen.
- Gelierprobe machen: Etwas Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach 1–2 Minuten nicht fest, alles nochmal aufkochen und 1–2 TL Zitronensäure einrühren.
- Abfüllen: Sofort heiss in sterilisierte Gläser füllen, gut verschliessen und einige Minuten auf den Kopf stellen.











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