„U huere guet“, sagt mein Freund, wenn diese italienische Lasagne auf den Tisch kommt, und mindestens einmal im Monat besteht er darauf, dass ich sie mache. Das Geheimnis liegt für ihn in den Pastablättern: Sie müssen hauchdünn sein und selbst gemacht, sonst zählt es nicht. Weil ich weiss, wie sehr er sich darauf freut, und wie schwer die dünnsten Bahnen sind, ist der Teig natürlich sehr wichtig. Dieser klebt und reiss nicht. Hol dir mit diesem unwiderstehlichen Lasagne-Rezept ohne Kompromisse ein Hauch Italien nach Hause.
Was diese Lasagne ausmacht, ist das Zusammenspiel von drei Komponenten, die jede für sich etwas Zeit braucht: eine Bolognese, die zwei Stunden leise vor sich hin köchelt und dabei tief und aromatisch wird, eine cremige Béchamel und eben diese dünnen Pastablätter. Ja, das ist etwas mehr Aufwand als eine Lasagne aus der Fertigpackung. Aber der grösste Teil davon ist Wartezeit, in der die Sauce ganz von allein besser wird, und der Duft, der dabei durch die Küche zieht, macht jede Minute wett.

Warum du dieses Gericht lieben wirst
- Drei selbst gemachte Komponenten: würzige Bolognese, cremige Béchamel und hauchdünne Pastablätter, die zusammen den Unterschied machen.
- Grösstenteils Wartezeit: Die Bolognese köchelt zwei Stunden fast von allein vor sich hin.
- Ein Gericht für Gäste und Familie, das sich schon am Vortag schichten lässt.
- Reste schmecken aufgewärmt oft noch besser.
- Ohne Fertigplatten, dafür mit echtem Biss aus Mehl Typ 00 und Hartweizengriess.
Welches Mehl für hauchdünne Pastablätter?
Die hauchdünnen, selbst gemachten Pastablätter stehen und fallen mit dem richtigen Mehl. Am besten gelingt der Teig mit feinem Mehl Typ 00, das ihn elastisch macht, kombiniert mit etwas Hartweizengriess für den nötigen Biss. In der Schweiz eignet sich dafür zum Beispiel Chöpflimehl von Coop. Mit zimmerwarmen Eiern verknetet, klebt und reisst der Teig nicht und lässt sich so dünn ausrollen, dass die Blätter fast durchscheinen.
Die genauen Mengen stehen in der Rezeptkarte am Ende des Artikels.
So gelingt italienische Lasagne – Schritt für Schritt
Der Ablauf lohnt sich in dieser Reihenfolge: zuerst die Bolognese aufsetzen, damit sie während des übrigen Kochens in Ruhe schmoren kann. In der Zwischenzeit entstehen Pastateig und Béchamel, danach wird nur noch geschichtet und gebacken.

Die Bolognese ansetzen
Die Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, Karotten und Stangensellerie zugeben und etwa 2 Minuten mitdünsten. Das Rinderhack dazugeben und kräftig anbraten, bis es krümelig und durch ist.
Die Bolognese zwei Stunden schmoren
Milch hinzufügen, Muskat beigeben und köcheln lassen, bis die Milch vollständig verkocht ist. Dann Rotwein, Lorbeer, Thymian, Rosmarin und Knoblauch dazugeben und einkochen lassen, bis kaum noch Flüssigkeit übrig ist. Pelati (Dosentomaten) und Tomatenpüree unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen, den Deckel etwas angekippt auflegen und etwa 2 Stunden leise köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
Je länger die Bolognese köchelt, desto runder und aromatischer wird sie, zwei Stunden sind das Minimum. Setzt sie sich am Topfboden etwas fest, einen Schluck Wasser angiessen und die Sauce umrühren.
Die Béchamel rühren
Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl zugeben und rasch mit dem Schneebesen verrühren, bis die Mehlschwitze hellbraun ist. Die Milch nach und nach angiessen und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Mit Salz abschmecken und beiseitestellen.
Die Milch in mehreren Schüssen zugeben und jedes Mal glatt rühren, bevor der nächste folgt, dann zieht die Béchamel keine Klümpchen.
Den Pastateig kneten und ruhen lassen
Mehl und Hartweizengriess mit den zimmerwarmen Eiern zu einem glatten Teig verkneten, zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
Ob die Eier frisch genug sind, zeigt der Wasserglas-Test: frische Eier sinken in einem vollen Glass Wasser nach unten, schlechte schwimmen oben.



![Hauchdünne Pastablätter werden mit der Pastamaschine für die Lasagne ausgerollt]](https://vivikocht.ch/wp-content/uploads/2023/01/italienische-lasagne-rezept-pasta-teig-ausrollen-vivikocht-768x1024.webp)
Die Pastablätter ausrollen und blanchieren
Den Teig in vier Portionen teilen und mit der Pastamaschine bis auf die dünnste Stufe ausrollen. Die Platten in kochendem Salzwasser 30 bis 40 Sekunden blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und anschliessend gut trocken tupfen.
Die Blätter nach dem Abschrecken wirklich trocken tupfen, sonst zieht die Lasagne beim Backen Wasser und wird wässrig.
Die Lasagne schichten
Eine grosse Form mit Butter einfetten. Zuerst etwas Béchamel auf dem Boden verteilen, dann abwechselnd Pastablätter, Bolognese, Béchamel und Parmesan schichten. Mit Pastablättern, Béchamel und einer Schicht Parmesan abschliessen.
Backen und ruhen lassen
Die Lasagne bei 180 °C etwa 30 bis 45 Minuten auf der mittleren Rille backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen, dann anschneiden und geniessen.
Die Ruhezeit ist wichtig: Frisch aus dem Ofen läuft die Lasagne beim Anschneiden auseinander, nach zehn Minuten hält jede Schicht ihre Form.
Tipps & Varianten
Die Bolognese in diesem Rezept ist die kräuterbetonte Variante mit Rotwein, Thymian, Rosmarin, Lorbeer und Knoblauch. Wer die klassische, puristische Version ohne Kräuter bevorzugt, wie sie traditionell in Bologna gekocht wird, findet sie im Grundrezept für Bolognese Sauce nach Marcella Hazan.
Wer keine Zeit für frische Pasta hat, kann getrocknete Lasagneplatten verwenden, dann brauchen sie etwas mehr Flüssigkeit und Backzeit.
Statt Rinderhack lassen sich für eine vegetarische Variante Zucchini oder Auberginen in Würfeln schmoren, und eine Handvoll Blattspinat zwischen den Schichten bringt Farbe und Frische.
Dazu passt ein knackiger Salat mit Balsamico-Dressing und ein Glas kräftiger Rotwein, ein Chianti oder Sangiovese zum Beispiel, und mit frischem Weissbrot kann man die Reste vom Teller verputzen.
FAQ für italienische Lasagne
Ja, sie lässt sich einen Tag im Voraus schichten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren einfach frisch backen, eventuell ein paar Minuten länger.
Ja, getrocknete Platten aus dem Handel funktionieren. Sie brauchen etwas mehr Flüssigkeit und Backzeit als die dünnen, blanchierten Pastablätter aus diesem Rezept.
Ein knackiger, frischer Salat ist die perfekte Ergänzung. Mehr braucht es neben der reichhaltigen Lasagne kaum.
Im Kühlschrank hält sie sich abgedeckt etwa 2 bis 3 Tage und lässt sich portionsweise im Ofen wieder aufwärmen. Gut verpackt kann sie ausserdem etwa 3 Monate eingefroren werden.
Im Kühlschrank hält sie sich etwa 2-3 Tage. Zum Aufwärmen einfach kurz im Ofen erwärmen.


Weitere köstliche Rezepte
Bolognese Sauce: geschmorte Fleischsauce mit Rotwein und Tomaten, samtig und würzig, die Basis für jede Pasta
Pasta mit Kaninchenragout und Pistazien. zartes Kaninchenragout mit knackigen Pistazien auf frischer Pasta, fein und würzig, ein elegantes Sonntagsessen
Grundrezept Pastateig: geschmeidiger, selbst gemachter Pastateig, seidig und elastisch, die Grundlage für hauchdünne Lasagneblätter und frische Pasta
Zögere nicht, mir einen Kommentar zu hinterlassen, ich freue mich immer darüber!

Finde mich auch auf Instagram, Facebook, TikTok und YouTube, um einen Blick hinter die Kulissen meines Blogs zu werfen.
Rezeptkarte
In der Rezeptkarte befinden sich Amazon Affiliate Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Italienische Lasagne mit Bolognese
Zutaten
Zutaten für die Bolognese
- 100 ml Olivenöl
- 1 kg Rinderhack
- 40 g Zwiebeln gewürfelt
- 100 g Möhren gewürfelt
- 100 g Sellerie am besten Stangensellerie, gewürfelt
- 400 g Pelati ganze Dosentomaten
- 40 g Tomatenpüree
- 3 Zweige Thymian (optional)
- 3 Zweige Rosmarin (optional)
- 300 ml Milch
- 200 ml Rotwein
- 2 Blätter Lorbeer
- 1 Prise Muskat
- 3 Prise Salz
- 3 Zehen Knoblauch (optional)
Zutaten für die Béchamel
- 60 g Butter
- 60 g Mehl
- 5-6 dl Milch
- 1 Prise Salz
Zutaten für die Pasta
- 130 g Weizenmehl
- 70 g feiner Hartweizengriess
- 2 zimmerwarme Eier
Zutaten zusätzlich für die Lasagne
- 30 g Butter zum Einfetten
- 300 g Parmesan fein gehobelt
Anleitungen
Zubereitung der Bolognese
- Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten.
- Karotten und Sellerie hinzugeben und etwa 2 Min. mitdünsten. Das Rinderhack hinzufügen.
- Alles kräftig anbraten, bis das Fleisch durch ist.
- Milch und Muskat hinzufügen und köcheln lassen, bis die Milch vollständig verkocht ist.
- Rotwein, Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin und Knoblauch hinzugeben. Weiter dünsten, bis die Flüssigkeit fast komplett verkocht ist.
- Pelati (Dosentomaten) und Tomatenmark hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel drauf und etwa 2 Stunden köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
Zubereitung der Béchamel
- Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl hinzufügen und rasch mit dem Schneebesen verrühren, bis die Masse eine hellbraune Farbe annimmt.
- Milch hinzugeben und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Salzen und beiseitestellen.
Zubereitung der Pasta
- Mehl und Hartweizengriess mit den Eiern verkneten, zu einer Kugel formen, mit Folie oder Papier umwickeln und 30 Min. kühl stellen.
- Den Pastateig in 4 Teile portionieren und mit einer Pastamaschine (z.B. Pasta Maker Titania) auf die dünnste Stärke ausrollen.
- Alle Pastaplatten in kochendem Salzwasser 30-40 Sekunden blanchieren und danach in kaltem Wasser abschrecken.
- Die Platten anschließend trocken tupfen.
Zubereitung der Lasagne
- Eine große Form mit Butter einfetten.
- Als erste Schicht Béchamel verteilen. Danach abwechselnd Pastaplatten, Bolognese, Béchamel und Parmesan schichten. Abschließen mit Pastaplatten, Béchamel und einer Schicht Parmesan.
- Bei 180 °C etwa 30-45 Minuten im Backofen auf der mittleren Rille backen.
- Herausnehmen, 10 Minuten ruhen lassen, anschneiden und genießen.











Schreibe einen Kommentar