Forelle blau nach meiner Schwiegermutter Sonja Kauf gehört zu den Rezepten, die sie immer schon gekocht hat. Ihr Mann Peter war ein leidenschaftlicher Angler. Er brachte die Forellen lebend im Eimer nach Hause, und bis sie verarbeitet wurden, schwammen sie im Brunnen vor dem Haus. Es gibt nichts Köstlicheres als eine frischgefangene Forelle.
Der Name „blau“ stammt übrigens von der leicht bläulichen Färbung, die die Fischhaut beim schonenden Garen im Sud annimmt, ein klassisches Zeichen für Frische. Je frischer die Forelle, desto deutlicher zeigt sich die Farbe – bei einem Fisch, der morgens noch im Wasser war, leuchtet sie am schönsten. Worauf du beim Einkauf sonst noch achten solltest, findest du in den häufigen Fragen.
Was dieses Rezept so besonders macht: Es braucht kein aufwendiges Können, sondern vor allem gute, frische Forellen. Der Fisch gart sanft im Gemüsefond, bleibt dadurch unglaublich zart, und die zerlassene Butter am Ende sorgt für den letzten feinen Schliff. Ob im Wasserbad auf dem Herd oder im Dampfgarer, das Rezept gelingt zuverlässig und ist in einer guten halben Stunde fertig. Zack, und es steht auf dem Tisch – schick genug fürs elegante Dinner und für den romantischen Abend zu zweit.
Zutaten für dieses Rezept
Bevor du startest, findest du hier die Zutaten, die du für dieses Rezept benötigst. Die genauen Mengenangaben sind in der Rezeptkarte am Ende des Artikels aufgeführt!
Forellen — am besten frisch vom Fischhändler oder direkt aus eigenem Fang, ausgenommen.
Für den Fond: Karotte, Zwiebel, Lauch und Petersilienwurzel — geben dem Sud sein Aroma. Der Lauch dient im Dampfgarer zusätzlich als Unterlage für die Forellen.
Butter — wird zerlassen und ganz zum Schluss über die Filets gegossen.
Dill — frisch gehackt zum Garnieren, passt geschmacklich perfekt zu Forelle.
Salz — zum Abschmecken der fertigen Filets.
Forelle blau im Fond garen – Schritt für Schritt
Der grösste Teil der Arbeit steckt im Fond, danach braucht die Forelle nur noch wenige Minuten Garzeit im Sud.
Das Gemüse für den Fond vorbereiten
Karotte, Zwiebel, Lauch und Petersilienwurzel klein schneiden.
Den Fond ansetzen
Das Gemüse in einen grossen Topf geben, mit Wasser auffüllen und aufkochen.
Auf Simmertemperatur reduzieren
Die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch leicht simmert und nicht mehr sprudelnd kocht.
Forelle blau: Garzeit im Fond
Die ausgenommenen Forellen vorsichtig in den Fond legen und 15 bis 20 Minuten ziehen lassen, bis sich die kleinen Flossen leicht herausziehen lassen. Das ist die zuverlässigste Garprobe.
Filetieren und mit Butter beträufeln
Die Forellen filetieren, die Butter schmelzen und über die Filets giessen. Mit Salz würzen und mit frischem Dill garnieren.

Tipps & Varianten
Forelle blau im Dampfgarer zubereiten — wer keinen Topf auf dem Herd nutzen möchte, gart die Forellen genauso gut im Steamer: den Lauch der Länge nach aufschneiden und als Unterlage in den Einsatz legen, die Forellen darauflegen und bei 100 Grad rund 20 Minuten dämpfen.
Für die klassische Färbung — die dem Gericht seinen Namen gibt, hilft ein Schuss Weissweinessig im Fond, traditionell nennt man das Blaukochen.
Aromatischerer Fond — wer mag, ergänzt Petersilie, Thymian und ein Lorbeerblatt.
Klassische Beilage — nichts passt besser als Salzkartoffeln, die die zerlassene Butter wunderbar aufnehmen.
Aufbewahrung
Kühlschrank: Forelle blau schmeckt am besten frisch zubereitet. Reste abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb eines Tages aufbrauchen.
Tiefkühler: vom Einfrieren rate ich ab, da gegarter Fisch beim Auftauen an Textur verliert und schnell trocken wird.
FAQ für Forelle blau
Am besten an drei Dingen: Die Augen sind klar und leicht gewölbt, nicht trüb oder eingefallen. Die Kiemen leuchten kräftig rot – je blasser oder bräunlicher sie werden, desto länger liegt der Fisch schon. Und beim Garen zeigt sich die charakteristische blaue Färbung. Bleibt sie aus, war der Fisch nicht mehr taufrisch. Wichtig dabei: Die Färbung entsteht durch die natürliche Schleimschicht auf der Haut, der Fisch darf also vorher nicht abgewaschen oder abgerieben werden.
Der Name kommt von der leicht bläulichen Färbung, die die Haut sehr frischer Forellen beim schonenden Garen im Sud annimmt. Es handelt sich also nicht um eine Zutat, sondern um ein Zeichen für die Frische des Fisches.
Am besten gelingt das Rezept mit frischen Forellen, da sich nur bei diesen die charakteristische Färbung zeigt. Tiefgekühlte, gut aufgetaute Forellen funktionieren geschmacklich trotzdem gut.
Sobald sich die kleinen Flossen leicht aus dem Fisch herausziehen lassen, ist die Forelle fertig gegart.
Ja, dafür den Lauch der Länge nach aufschneiden, als Unterlage in den Dampfgarer-Einsatz legen und die Forellen bei 100 Grad rund 20 Minuten dämpfen.

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Perfekte Forelle blau: So gelingt der Fischklassiker garantiert
Kochutensilien
- 1 Dampfgarer
Zutaten
- 700 g Forellen ca. 2 Stück à 350 g, frisch ausgenommen
- 150 g Karotte
- 80 g Zwiebel
- 150 g Lauch
- 100 g Petersilienwurzel
- 50 g Butter
- 2 EL frischer Dill
- Salz nach Belieben
Anleitungen
- Karotte, Zwiebel, Lauch und Petersilienwurzel klein schneiden.
- Gemüse in einen grossen Topf geben, mit Wasser auffüllen und aufkochen.
- Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch leicht simmert.
- Forellen vorsichtig in den Fond legen und 15–20 Minuten ziehen lassen, bis sich die kleinen Flossen leicht herausziehen lassen.
- Forellen filetieren, Butter schmelzen und über die Filets giessen.
- Mit Salz würzen und mit frischem Dill garnieren.







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